Umsetzungshilfe Nr. 72: Was demotiviert Mitarbeiter wirklich?

Was demotiviert Mitarbeiter wirklich?

Erfahren Sie, was die Mitarbeiter am häufigsten demotiviert.

 Laut Gallup Institut leisten 70% aller Mitarbeiter in Deutschland Dienst nach Vorschrift. Und 15% haben sogar innerlich gekündigt. Wir wollten wissen, was Menschen so demotiviert, dass sie innerlich kündigen.
Dazu befragten wir 1.290 Seminarteilnehmer unserer Seminare: Mitarbeiter motivieren, Fehlzeiten reduzieren und Führen, der schnelle Einstieg in die Führungsaufgabe. Die konkrete Fragestellung lautete:

Aufgabe 1: Wann haben Sie sich auf Arbeit rückblickend außergewöhnlich motiviert gefühlt?
Was war es, dass Sie sich motiviert gefühlt haben?

Aufgabe 2: Wann haben Sie sich auf Arbeit rückblickend außergewöhnlich demotiviert gefühlt?
Was war es, dass Sie sich demotiviert gefühlt haben?

Am häufigsten ist das Verhalten der Vorgesetzten der Grund für Demotivation. Erfahren Sie in dieser Umsetzungshilfe, was Mitarbeiter wirklich demotiviert.

1. Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung

Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung wurde am häufigsten genannt. Die Befragten beklagten, dass ihre Arbeit nicht anerkannt wird, bzw sie als Person nicht wertgeschätzt werden.
Besonders stark schmerzt es, wenn der Vorgesetzte die Leistung ignoriert. Und noch schlimmer: Die Leistung wird im Anschluss schlecht gemacht. Der Mitarbeiter hätte das Problem ja auch schneller beheben können.

2. Sinnlose Arbeit

Mitarbeitende führen Aufgaben aus, ohne den Sinn zu erkennen. Häufig wird dieser Punkt zusammen mit Bürokratie genannt. Der Mitarbeiter arbeitet, um das System zu befriedigen. Wir hörten hingegen nie, dass sich jemand beschwerte, dass er etwas für seinen Kunden tun muss.
Manchmal haben die Aufgaben anfangs noch Sinn. Gestern war es dem Chef noch äußerst wichtig. Das Wohl der Firma schien an dieser Präsentation zu hängen. Das Problem: Heute wird die lebenswichtige Präsentation nicht mehr benötigt. Die Arbeit war für den Papierkorb. Das Engagement des Mitarbeiters wird rückwirkend sinnlos. Besonders blöd, wenn er gestern dafür auch noch eine Stunde länger gearbeitet hat.

3. Ungerechte Behandlung

Die Mitarbeiter haben den Eindruck, dass gleiches Verhalten unterschiedlich bewertet wird. Beim Kollegen wird das Überziehen der täglichen Mittagspause geduldet. Aber wehe, man ist selbst mal drei Minuten zu spät dran.
Als ebenfalls ungerecht empfinden die Mitarbeiter, wenn sie ungerechtfertigt kritisiert werden. Und wann wir Kritik als ungerechtfertigt empfunden? Wenn man für etwas zur Verantwortung gezogen wird, was man gar nicht getan hat. Oder wenn man vorher gar nicht wusste, was vom Vorgesetzten erwartet wird.

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4. Fremdbestimmung

Jeder Mensch möchte sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. So ist nicht die Veränderung an sich das Problem, sondern die Tatsache, dass jemand anderes meint, dass wir uns verändern müssen. Mitarbeiter blockieren oder boykottieren Entscheidungen, wenn sie in für sie relevante Entscheidungen nicht einbezogen werden.
Mikromanagement des Vorgesetzten ist eine häufig auftretende Form der Fremdbestimmung. Der Vorgesetzte mischt sich permanent in die Bearbeitung der Aufgaben seines Mitarbeiters ein. Der Chef zeigt seinem Mitarbeiter, dass er der Fachmann auf seinem Gebiet ist. Dabei degradiert der Chef seinen Mitarbeiter vom Facharbeiter zum Handlanger. Bevor der Mitarbeiter durchdreht, ist es einfacher den Chef machen lassen. Er zieht sich immer mehr aus der Aufgabe raus. Der Chef hingegen stöhnt über zu hohe Arbeitslast und verflucht seine unselbstständigen Mitarbeiter.

5. Keine Unterstützung des Vorgesetzten

Viele Mitarbeiter fühlen sich vom Vorgesetzten allein gelassen. Sie bekommen alles Mögliche versprochen, damit sie die anspruchsvolle Aufgabe beherzt angehen. Und wenn dann die ersten Hindernisse auftauchen, wo der Chef helfen muss? Oder wenn zusätzliche Ressourcen benötigt werden? Jetzt schwingt der Chef große Reden, ohne Taten folgen zu lassen. Oder er ist einfach nicht mehr zu sprechen.
Und sollte der Mitarbeiter wieder erwarten das Projekt doch noch erfolgreich abwickeln, feiert der Chef den Erfolg seines Mitarbeiters als den eigenen. Wenn es jedoch schief geht, lässt der Vorgesetzte seinen Mitarbeiter im Regen stehen und macht diesen noch für den Misserfolg verantwortlich.

Warum kündigen die Mitarbeiter nicht einfach?

Weil die Arbeitgeber anständig bezahlen. Der Mitarbeiter trägt Verantwortung für seine zwei Kinder, für die Wohnung und das neue Auto. Dafür erträgt er die tägliche Demotivation. Aus Entgelt wird Schmerzens-Geld. Der Mitarbeiter sitzt im goldenen Käfig.
Obwohl, der Mitarbeiter kündigt ja doch. Aber eben nur innerlich.
Was das für die Produktivität, den Krankenstand und die Qualität der Arbeit bedeutet, wissen Sie selbst.
Lassen Sie schlechte Führung und Demotivation in Ihrem Unternehmen nicht zu. Oft hören wir in den Unternehmen: Wir Führungskräfte können gar nicht motivieren, wir müssen nur Demotivation vermeiden.
Wenn Sie trotzdem die fünf am häufigsten genannten Motivatoren von Mitarbeitern und Führungskräften erfahren wollen, dann lesen Sie Ihre Umsetzungshilfe Nr. 73: Was motiviert Ihre Mitarbeiter wirklich? Aber bitte nicht enttäuscht sein, wenn das Entgelt nicht dabei ist.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.
Enrico Briegert & Thomas Hochgeschurtz

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